Nikolaus von Myra

Heilige Nikolaus

Am 6. Dezember feiern wir Nikolaus. In der Adventszeit mit dem Adventskalender und der Vorfreude auf Weihnachten, ist dies einer der kleinen Höhepunkte gerade für Kinder. Da werden Stiefel geputzt und erwartungsfroh vor die Tür gestellt, denn schließlich wird St. Nikolaus mit seinen Gaben erwartet. Zwar ist bei uns das Fest des hl. Nikolaus kein gesetzlicher Feiertag, aber ein Brauchtum benötigt ja keinen freien Schultag oder Arbeitstag um begangen zu werden.

Nikolaus als Geschenkebringer

Wobei Nikolaus als Geschenkebringer, der Einlegebrauch, der sich eben im nächtlichen Füllen der Schuhe zeigt, basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen. Diese wurden nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt. Bei den drei Jungfrauen handelte es sich um die Töchter eines verarmten Mannes, der sich eine standesgemäße Heirat für diese wegen fehlender Mitgift nicht leisten konnte. Nikolaus, damals zwar noch kein Bischof, aber eben Erbe eines größeren Vermögens, erfuhr von dieser Notlage und warf in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungrauen. Da er in der letzten Nacht nicht ganz so vorsichtig war und der Vater ihm auflauerte wurde seine Tat bekannt.

Schuhe putzen und über Nikolausgeschenke freuen

Gold gibt es heute zwar nicht vom heiligen Nikolaus, aber über Schokolade und kleine Geschenke dürfen sich Kinder, die fleißig ihre Schuhe geputzt haben, freuen.

Die Geschichte mit der Mitgiftspende ist nur eine von vielen Legenden, die sich um das Leben des Heiligen ranken.

In Luxemburg, hier haben Kinder am jüngere am 6. Dezember auch schulfrei, gibt es zum Nikolaustag mehr Geschenke als zu Weihnachten. In anderen Ländern ist das Fest kaum bekannt. So ist zwar in Spanien der 6. Dezember ein gesetzlicher Feiertag, dies liegt aber daran, dass am 6. Dezember 1978 die Verfassung ratifiziert wurde.

Bischofsmütze Sankt NikolausNikolaus vom Weihnachtsmann unterscheiden

Auch Nikolaus wird häufig mit rotem Mantel und Rauschebart dargestellt, aber die Kopfbedeckung gibt schnell und einfach Aufschluss darüber, ob man nun den heiligen Nikolaus von Myra vor sich hat, dem immerhin eine historische Figur zugrunde liegt, oder eben den Weihnachtsmann. Während der Weihnachtsmann meist einfach nur mit (roter) Mütze dargestellt wird, ist es bei Nikolaus, der in seinem späteren Leben Bischof gewesen war, die Bischofsmütze.

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