Alle Subwebs auf einen Blick Stichwortsuche Wo ist was? Zur Terzio-Seite

 

 


Wer denkt, dass Wüsten immer wie riesige, leere Sandkisten aussehen, der hat sich geirrt! Es gibt auf der ganzen Welt verschiedene Arten von Wüsten und nur ein kleiner Teil von ihnen ist mit Sanddünen bedeckt. Viel häufiger sind endlos weite Felder voller großer und kleiner Steine: Die Geröll- und Kieselwüsten. In einigen Wüsten lassen sich auch ausgetrocknete Seen und karge Gebirge finden.


Eins haben alle Wüsten gemeinsam:

Sie sind unglaublich trocken! In einigen Jahren fällt in der Wüste nur soviel Regen wie bei uns an einem einzigen Herbsttag. Es gibt auch Jahre, in denen es überhaupt nicht regnet.

 


Tote Hose in der Wüste?

Auf den ersten Blick ist in einer Wüste nicht viel los. Das liegt aber nur daran, dass sich die meisten Tiere tagsüber verstecken, weil sie die starke Hitze nicht ertragen. In der Sahara, der größten Wüste der Welt, kann es tagsüber mehr als 55 Grad heiß werden. Nachts sinkt die Temperatur um rund 30 Grad. Im Winter kann es bis zu 10 Grad kalt werden! In der Wüste Gobi sind die Temperaturunterschiede noch extremer, dort ist es im Winter auch tagsüber bitter kalt.


Wüstentiere: Gute Tricks gegen Sonnenstich und Wassermangel

Wer in der Wüste leben will, muss also Wasser sparen und sich vor der Hitze schützen. Die Wüstenrennmaus verbringt zum Beispiel die heißen Tage in kühlen Gängen unter der Erde und kommt nur nachts heraus, um Nahrung zu suchen. Der Fennek ist ein kleiner Fuchs und macht es genauso: Tagsüber sitzt er in seinem Bau, nachts geht er auf die Jagd. Außerdem hat der Wüstenfuchs sehr große Ohren und über diese Ohren gibt der Körper Hitze ab.


Hornschuppen anstatt Sonnencreme

Auch Schlangen und Eidechsen, Skorpione und Insekten vergraben sich im Sand, um den stechenden Sonnenstrahlen zu entkommen. Außerdem haben Eidechsen und Schlangen eine zähe Haut, die mit festen Hornschuppen bedeckt ist. Diese dicke Haut schützt die Tiere vor der Hitze - und das muss sie auch, denn der Erdboden in der Wüste wird 60 bis 80 Grad heiß. Die Haut hält nicht nur Wärme ab, sie sorgt auch dafür, dass möglichst wenig kostbare Flüssigkeit aus dem Körper verdunstet.

 

Keine Wasserstelle weit und breit - und wo trinken die Tiere?

 

Wo finden die Tiere eigentlich Wasser? Die Wüste ist doch total trocken! Viele Wüstentiere müssen gar nicht trinken. Die Flüssigkeit, die sie zum Überleben brauchen, nehmen sie mit ihrer Nahrung auf: In Pflanzen und kleineren Beutetieren steckt genügend Wasser, das auf jeden Fall reicht, um nicht zu verdursten.


Kamele: Die "Wüstenschiffe" transportieren Menschen und ihr Gepäck von einem Ort zum nächsten

Das Kamel ist besonders gut an das Leben in der Wüste angepasst: Seine Zehen sind mit dicken Sohlen gepolstert und auf diesen "Kissen" kann das Kamel wunderbar auf dem feinen Wüstensand laufen ohne einzusinken. Es hat lange Haare in den Ohren, dichte Wimpern und verschließbare Nasenlöcher - so sind Ohren, Augen und die Nase während eines Sturms vor den herumfliegenden Sandkörnern geschützt. Und es kann hundert Liter auf einmal trinken und dann bis zu zwei Wochen ohne neues Wasser und Nahrung auskommen.