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Wenn eine Fledermaus an uns vorbei fliegt, dann hören
wir höchstens das Flattern ihrer Flügel. Dabei macht die Fledermaus noch
ganz andere Geräusche - sie gibt andauernd Töne von sich, aber von
diesen Tönen bekommen wir gar nichts mit. Und warum nicht? Weil die
Geräusche so leise sind? Nein, die Töne, die die Fledermaus macht, sind
nicht besonders leise, sondern besonders hoch. Und für sehr hohe (und
sehr tiefe Töne) sind unsere Ohren nicht gemacht - wir können sie
einfach nicht hören.
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Willst du noch mehr über Fledermäuse wissen? Auf der Löwenzahn 6 CD-ROM
stellt Peter Lustig diese außergewöhnlichen Tierchen vor.
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Tiere hören anders als wir
Für uns hört sich ein Donnerschlag bei einem Gewitter sehr tief an.
Und ein Ton, der aus einer kleinen Flöten herauskommt, erscheint uns sehr
hoch - so hoch, dass er sogar wehtun kann. Für die meisten Tiere klingt
die Sache ganz anders: Ein Flötenton soll hoch sein? Da kann ein Hund
doch nur fassungslos mit den Ohren schlackern, so ein Flötenpieps ist
für ihn nicht hoch, sondern ganz normal. Hunde können eben viel höhere
Töne wahrnehmen als wir. Deswegen kommt ein Hund auch zu dir, wenn du in
eine Hundepfeife pustest:
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Er kann den hohen Ton sehr gut hören, den die Pfeife
macht. Du kannst den Pfiff mit deinen Ohren dagegen kaum wahrnehmen,
obwohl der Ton sehr laut ist - aber genau das merkt nur der Hund. Meistens
hat es einen guten Grund, warum ein Tier besonders hohe oder tiefe Töne
machen oder hören kann. Mäuse "benutzen" zum Beispiel sehr
hohe Töne, um sich miteinander zu "unterhalten". Hohe Töne
kann man nur über eine sehr kurze Entfernung hinweg hören - so können
die Mäuse also dafür sorgen, dass man sie nicht so schnell entdeckt. Ab
und an werden die Mäuse natürlich trotzdem geschnappt, zum Beispiel von
einer Katze. Die kann das hohe Mäuse-Fiepsen nämlich sehr gut hören -
damit sie nicht immer hungrig bleibt. |
Elefanten mögen tiefe Töne
Wenn ein Elefant seinen Rüssel hebt und ordentlich
trompetet, dann können wir das klar und deutlich hören. Aber ein Elefant
kann auch noch Geräusche machen, die wir nicht hören - er hat also so
eine Art Elefanten-Geheimsprache: Er gibt Töne von sich, die so tief
sind, dass wir sie nicht wahrnehmen können. Mit diesen tiefen Lauten
verständigen sich die Elefanten über viele Kilometer hinweg - soweit
kann kein Mensch rufen. Die einzelnen Tiere einer Herde können sich sogar
hören, obwohl sie einen ganzen Tagesmarsch voneinander entfernt sind. Das
ist das Tolle an tiefen Tönen: Sie haben eine sehr große Reichweite, man
kann sie also noch in einer weiten Entfernung hören - vorausgesetzt, man
hat die richtigen
Ohren, um sie überhaupt wahrzunehmen... Wir Menschen
können sehr tiefe Töne zwar nicht gut hören, dafür können wir sie
manchmal fühlen: Wenn ein tiefer Ton sehr laut ist, dann spüren wir ein
dumpfes Schwingen in den Beinen oder im Bauch. Das passiert zum Beispiel,
wenn jemand Musik macht und die tiefen Töne, also die Bässe, sehr laut
eingestellt sind.
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