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Durch Flussbetten fließt Süßwasser. Süßes Wasser? Ist da etwa Zucker drin? Nein, Süßwasser ist nicht richtig süß. Es ist nur weniger salzig als Salzwasser, von dem es viel mehr als Süßwasser gibt - ganze Ozeane voll. In dem "süßen" Wasser steckt so wenig Salz, dass wir es trinken können, wenn es sauber ist. Das meiste Süßwasser, das es auf der Welt gibt, fließt übrigens gar nicht durch Flüsse und Bäche: Die größten Wassermengen sind "gespeichert", als Grundwasser tief unter der Erde und als Gletschereis, zum Beispiel am Südpol und in den Bergen.

 

Flüsse werden auf ganz verschiedene Arten genutzt:
als Transportwege für die Schifffahrt, als Grenze zwi-
schen zwei Ländern, zur Energiegewinnung, als Fisch-
fanggebiete und leider oft auch, um Abwässer abzu-
leiten.  

© U.S. Fish and Wildlife Service, Foto: Craig Blacklock

 


Von der Quelle bis zum Meer

Die drei längsten Flüsse der Erde sind der Nil in Afrika, der Amazonas in Südamerika und der Jangtse in China. Sie sind alle mehr als 6.000 Kilometer lang. Die Donau, der längste Fluss, der durch Deutschland fließt, bringt es immerhin auf 2.800 Kilometer. 
Egal wie lang die verschiedenen Flüsse sind, eins haben sie alle gemeinsam: Jeder Fluss hat eine Quelle und eine Mündung. In der Nähe der Quelle ist der Fluss noch ein schmaler Bach. Auf seinem Weg zur Mündung wird er breiter und tiefer, seine Wassermenge nimmt ständig zu, weil Regen und andere Flüsse in ihn hinein- fließen. An einigen Stellen kann sich der Fluss gabeln, dann entstehen kleinere Nebenflüsse und vielleicht die eine oder andere Insel. Einige Flüsse münden in einem größeren Fluss und manche Flüsse versickern in der Wüste. Die großen Flüsse, die am Ende ihres Weges in das offene Meer fließen, nennt man auch Ströme.

 

Ein Fluss - aber mehrere Lebensräume 

Von der Quelle bis zur Mündung verändert sich ein Fluss: Am Oberlauf ist das Wasser kühl und die Strömung stark. Zur Mündung hin wird das Wasser immer wärmer und die Strömung schwächer. Mit der Wassertemperatur und der Stärke der Strömung ändern sich auch die Lebensbedingungen für die Tiere und Pflanzen, die im Fluss leben.

 

In der Nähe der Quelle ist das Flussbett steinig, das Wasser ist klar und fließt sehr schnell: schlechte Vorrausetzungen für Pflanzen, die hier wachsen wollen. Sie finden mit ihren Wurzeln einfach keinen Halt. Forellen kommen dagegen sehr gut mit der starken Strömung klar und fühlen sich in diesem Flussabschnitt besonders wohl.

© U.S. Fish and Wildlife Service, Foto: Marc Lisac

 

Weiter von der Quelle entfernt wird das Flussbett breiter und tiefer, der Boden wird sandiger, das Wasser fließt ruhiger und es ist wärmer. Hier wachsen schon mehr Pflanzen und hier können auch verschiedene Fischarten gut leben, zum Beispiel die Barben und Äschen.

 

Im letzten Flussabschnitt, in der Nähe der Mündung, fließt das Wasser nur noch langsam und der Boden ist schlammig. Im Sommer ist das Wasser sehr warm und im Winter friert der Fluss hier oft zu. In diesem Abschnitt fühlen sich Fische wie der Flussbarsch, der Wels, der Karpfen, der Aal und der Hecht, den du auf diesem Bild siehst, sehr wohl.

© U.S. Fish and Wildlife Service, Foto: Marc Lisac