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In Australien leben Tiere, die man bei uns kaum kennt – oder wusstest du, wie ein Wombat aussieht? Brille hat sich im trockenen Grasland umgeguckt, ist auf Eukalyptusbäume geklettert und in kalte Seen getaucht – und hat fünf interessante Tiere entdeckt, die er dir hier vorstellt: Den Wombat, den Koala, das Känguru, das Schnabeltier und den Emu.

Wombat-Weibchen haben einen kleinen Beutel, genau wie die Kängurus. Allerdings ist der Beutel bei den Wombats nach hinten, zum Po hin geöffnet – sonst würde beim Graben der unterirdischen Höhlen zu viel Sand in der Felltasche landen.
© Erlebnis-Zoo Hannover

Der Wombat
So ein Wombat sieht schon ein bisschen merkwürdig aus, mit seiner platten Nase und seinem dicken Körper. Fast wie eine Mischung aus einem kleinen Wildschwein und einem Bär. Wombats verstecken sich tagsüber in langen Gängen und Höhlen, die sie sich mit ihren starken Krallen in die Erde buddeln. Nachts kommen sie raus und machen sich auf die Suche nach leckeren Gräsern und Kräutern, Wurzeln und Pilzen.
Wombats sind sehr kräftig und unglaublich mutig: Wenn ein Hund versucht, einen Wombat in seiner Höhle zu schnappen, dann klemmt der Wombat den Kopf des Hundes einfach ein – er presst ihn mit seinem dicken Körper gegen die Höhlenwand und wartet, bis der Hund keine Luft mehr bekommt und aufgibt. Oder der Wombat verschließt den Eingang seiner Höhle ratz fatz mit seinem dicken Po. Der Po wird nämlich von einer harten Hornplatte bedeckt, in die ein Hund reinbeißen kann, ohne dem Wombat weh zu tun.


Wombats sind Beuteltiere. Sie heißen so, weil die Weibchen eine praktische Felltasche am Bauch haben. Und wozu braucht ein Beuteltier seinen Beutel? Zum Einkaufen? Nein, für die Jungen! Das winzige Beuteltier-Baby krabbelt sofort nach seiner Geburt an seiner Mutter hoch und macht es sich in der gemütlichen Felltasche bequem. In dem Beutel sitzen die Zitzen, aus denen es Milch saugt. Am Anfang ist das Baby noch blind und nackt, aber bei der guten Verpflegung und so sicher und warm verpackt, wächst es schnell heran. Nach einigen Monaten wird das Junge langsam zu groß für den Beutel, es hüpft ab und an hinaus und kommt zum Schlafen und bei Gefahr wieder zurück. Und wenn es gar nicht mehr in den Beutel passt, steckt es nur noch den Kopf zum Trinken hinein.




Junge Wombats sehen fast so aus wie winzige Wildschweine. 
© Erlebnis-Zoo Hannover 


Der Koala
Die kleinen grauen Koalas mit ihren Knopfaugen und puscheligen Ohren verbringen den größten Teil ihres Lebens in den Astgabeln von Eukalyptusbäumen. Sie klammern sich mit ihren starken Ärmchen an den Ästen fest und kommen nur auf den Boden, um den Baum zu wechseln.
Koalas fressen nur Eukalyptusblätter, andere Pflanzen kommen für sie überhaupt nicht in Frage. Genauso wenig wie Wasser: Koalas trinken nicht, die Flüssigkeit, die sie zum Leben brauchen, holen sie sich aus den geliebten Blättern. Das Problem bei der „Eukalyptus-Diät“: In den Blättern steckt sehr wenig Energie, deswegen hat ein Koala nicht genügend Kraft, um sich besonders viel und schnell zu bewegen. Der Koala macht also alles ganz ganz langsam und schläft sehr lang und häufig.