So entsteht ein Buch – von der Idee bis in die Buchhandlung

Wie entsteht ein Buch?Bevor ein Buch im Laden zum Verkauf angeboten wird, hat es einen langen Weg hinter sich. Zunächst muss jemand das Buch schreiben und da sich dieser ja auf das Schreiben der Geschichte konzentriert, gibt es wieder Menschen, die das Buch Korrektur lesen und auch ein Lektorat durchführen. Erst dann wird es in eine ansprechende Form gebracht und kann in den Druck gehen. Oder es wird nicht gedruckt und liegt nur digital vor, so dass wir es auf unseren Ebook-Reader lesen können. Dafür muss es zwar nicht in die Druckerei, aber auch bei einem digitalen Werk sollten möglichst keine Fehler drin sein.

Wie entsteht ein Buch

Die Idee

Jemand, meist ein Autor, hat eine Idee für ein Buch. Es gibt Autoren, die schreiben erst ihr Buch und suchen sich dann einen Verlag. Es gibt aber auch Autoren, die erstellen erst eine Textprobe (auch Exposé) genannt.

Suche nach einem Verlag

Das vollständige Manuskript oder eben das Exposé gehen nun an einen Verlag. Dort gibt es Abteilungen, die damit beschäftigt sind, das Richtige für den Verlag herauszusuchen. Nicht immer bedeutet eine Ablehnung, dass ein Buch gar nicht gedruckt wird. So bekam Joanne K. Rowling mehrere Absagen für ihr Buch. Es sei zu lang und kaum kommerziell. Heute kennt wohl jeder Harry Potter und wenn nicht die Bücher oder die Filme, der Name ist den meisten ein Begriff. Der Verlag, der schließlich zuschlug, war der Bloomsbury Verlag. Aber auch dieser hatte Harry Potter zunächst abgelehnt.

Um einen Verlag zu finden, kann man auch einen Agenten einschalten. Dieser bekommt dann natürlich später auch etwas von dem Gewinn ab.

Vertrag zwischen Autor und Verlag

Wenige Autoren haben das Glück und finden einen Verlag, der an ihrem Werk auch wirklich interessiert ist. Nun geht es an den Vertrag. Wer hat welche Pflichten, was muss der Autor machen, was der Verlag. Es gibt auch Verlage, bei denen der Autor sehr viel tun muss und auch den Druck bezahlt. Aber es gibt eben auch Verlage, die auch die Präsentation in den Buchhandlungen und die Werbung übernehmen.

Geklärt wird nun auch, wie viel Honorar der Autor erhält. Für diesen ist es natürlich besonders gut, wenn er ein Garantiehonorar erhält, das er auch nicht zurückzahlen muss, sollte das Buch ein Flop werden. Außerdem werden meist noch Prozente festgelegt. So wird der Autor zusätzlich noch am möglichen Erfolg beteiligt.

Joanne K. Rowling erhielt zum Beispiel für ihren Harry Potter erst einmal ein festes Honorar von 2500 Pfund. Und der Verlag brachte in der Erstauflage 500 Bücher auf den Markt.

Falls der Autor nur ein Expose hatte, ist nun der Zeitpunkt, in dem das Buch geschrieben wird.

Lektorat

Nun beginnt auch die Zusammenarbeit mit dem Lektor. Wie die Zusammenarbeit genau abläuft, ist unterschiedlich. Manche Lektoren arbeiten sehr eng mit den Autoren zusammen und lesen immer mal wieder einzelne Kapitel. Andere warten, bis das komplette Manuskript vorliegt, und redigieren es dann erst. Bei einem Roman kommt es seltener vor, bei Fachbüchern ist das auch die Stelle, bei der auch Grafiken und Bilder ins Spiel kommen und das Manuskript entsprechend aufbereitet wird. Bei wissenschaftlichen Büchern kann es auch sein, dass Unstimmigkeiten nachrecherchiert werden.

Nun muss der Autor aber erst noch die Änderungen frei geben.

Buch wird in Form gebracht und in Druck gegeben

Antike Druckmaschine

Antike Druckmaschine

Nun wird das Manuskript endgültig in Form gebracht. Ein letzter Korrekturdurchgang, die Seiten sollten spätestens jetzt feststehen. Wichtige Seiten wie Inhaltsverzeichnis, Impressum etc. vorliegen.

In der Zwischenzeit muss auch die Optik bzw. das Design geregelt werden. Schließlich braucht ein Buch auch einen Einband bzw. ein Cover. Und in den Buchhandlungen ist das Cover das, was die potentiellen Leser als erstes zu sehen bekommen. Es ist also eine wichtige Werbefläche für das Buch.

Dann kann das Buch auch langsam in den Druck gehen. Die Seiten drucken ist das eine. Bücher brauchen aber auch einen Einband und bei Hardcover-Büchern auch einen Schutzumschlag.

Werbung für das Buch

Pressearbeit und Werbung – ehe das Buch aber in der Buchhandlung ausliegt, rührt die Presseabteilung des Verlages zunächst die Werbetrommel. Viele Autoren versuchen natürlich, zusätzlich auf ihr Buch aufmerksam zu machen. Journalisten und Blogger bekommen häufig auch kostenlose Exemplare, schließlich sollen sie über das neue Buch berichten. Manchmal wird auch zusätzlich Werbung gemacht.

Wenn das Buch schließlich fertig ist, dann kann es in den Verkauf gehen. Ist es gut bzw. findet es rasch Käufer (wurde also reichlich Werbung gemacht) kann es recht schnell auch die Bestsellerlisten erobern. Das bringt natürlich zusätzliche Käufer.

 

Hier ein Video vom Börsenblatt, das erklärt, wie ein Buch für Erstleser in den Buchhandel kommt. Auch diese Bücher, die jedes Jahr sehr zahlreich neu erscheinen, haben ein langen Weg vor sich, ehe aus einer Idee ein fertig gedrucktes Buch ist: